Heute vor 36 Jahren haben wir auf dem Standesamt Ja zueinander gesagt.
Ein Ja vor dem Gesetz – aber für uns war es der Beginn eines gemeinsamen Lebens, von dem wir damals noch nicht wussten, wohin es uns führen würde.
Unser großer Tag war dann der 11. August 1990, als wir in unserer so vertrauten Kirche St. Bonifatius auch vor Gott Ja zueinander gesagt haben.
Wir hatten so viele Pläne für unsere Zukunft. Manche konnten wir verwirklichen, andere nicht. Das Leben hat uns immer wieder Steine in den Weg gelegt. Es gab Zeiten, die uns viel abverlangt haben.
Aber wir haben zusammengehalten.
Und wir haben unser Versprechen gelebt:
in guten wie in schlechten Zeiten.
Heute, 36 Jahre nach unserem ersten Ja und fast zehn Jahre nach deinem Tod, denke ich besonders daran zurück.
Du bist nicht mehr hier, um diesen Tag mit mir zu feiern.
Und trotzdem ist dieses Ja nicht einfach verschwunden.
Es gehört zu meiner Geschichte, zu meinem Leben und zu dem Menschen, der ich heute bin.
Ich denke an unsere Pläne, an das, was wir gemeinsam geschafft haben, an die schweren Zeiten, die wir miteinander getragen haben, und an die vielen kleinen und großen Momente, die unser gemeinsames Leben ausgemacht haben.
Vielleicht bedeutet „in guten wie in schlechten Zeiten“ am Ende auch, dass eine Liebe nicht einfach aufhört, nur weil ein gemeinsamer Weg zu Ende gehen musste.
Heute vor 36 Jahren haben wir zu einander Ja gesagt.
Und ich bin dankbar, dass ich dieses Ja mit dir erleben durfte.
Du fehlst mir.
Und doch bist du ein Teil meines Lebens geblieben – bis heute.